Konzept


Natürlich älter werden
damit das Alter eine Zukunft hat

Natürlich älter werden
heißt stetige Veränderung im Einklang mit der Zeit

Natürlich älter werden
heißt leben.



Definition


Durch individuelle Beratung, Seminare, Vorträge und Kurse mit altersrelevanten Inhalten und Fragestellungen, öffentlich wirksame Medienarbeit mit alterspezifischer Themendurchmischung, sowie das Zusammenwirken mit alternativen Produzenten, Institutionen, Reiseveranstaltern, Hotels, therapeutischen und Bildungseinrichtungen wollen wir vermitteln, daß Altern ein natürlicher lebenslänglicher Prozeß ist, den es nicht zu bekämpfen gilt, sondern bewußt, verantwortungsvoll, achtsam und mitfühlend wahr- und anzunehmen, in seinen genußvollen wie auch in seinen schmerzlichen und versagenden Anteilen, "bis daß der Tod uns scheidet".

Das Leben selbst ist "älter werden".

Voraussetzungen


In Würde alt zu werden, ist in unserer Gesellschaft nicht leicht. Zum einen klammern sich viele aus Angst vor dem Tode an eine übertriebene Jugendlichkeit, zum anderen gilt es in der Turbogesellschaft geradezu als Schwäche, alt zu werden und damit nicht mehr im Vollbesitz der körperlichen oder gar geistigen Kräfte oder der körperlichen Schönheit zu sein.

Erstmals in der Weltgeschichte werden in knapp 50 Jahren mehr Alte als Junge die Welt bevölkern.

Allein in Deutschland sind gegenwärtig mehr als 20 Millionen Menschen älter als 60 Jahre, davon drei Millionen 80 Jahre und mehr, bald ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Doch kaum einer nimmt sie wahr!

Außer als Rentner, Pensionäre, Pflegefälle und Demenzkranke, behaftet mit Krankheiten und Ausfällen, stigmatisiert durch Defizit, Behinderung und Unzulänglichkeiten, lästig und überflüssig, als Mitglieder einer "überalteter Gesellschaft", "gesellschaftliches Nutzlosigkeitspotential"  (Enquetékomission der Bundesregierung 1994, S. 399), über eine gestaffelte Entsorgung dem "Gnadentode" überlassen, dem "sanften Sterben" preisgegeben, als "sozialverträgliches Frühableben" moralisch und politisch sanktioniert, oder alteingesessen in Politik und Wirtschaft in oberen Etagen, in Kunst und Wissenschaft als seltene Exemplare.

Doch für die Mehrzahl: sie stören an der Supermarktkasse, wenn sie ihre Geldstücke zählen, sie stören, wenn sie aus dem Zug oder Bus ein- oder aussteigen, sie stören an vielen anderen Stellen, sie sind den Jüngeren eine Last.

Die Frau gerät schon Anfang 40 aufs Abstellgleis in der Beschreibung der Wechseljahre als von Hormonmangel gefährdet, von vielfältigen Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Osteoporose bedroht, für den Produktionsprozess des Kinderkriegens ausrangiert, als sexueller Verkehrsteilnehmer nicht mehr attraktiv, von Problemzonen und Schwachstellen gezeichnet. "Die Chance für eine Frau über 40 einen Mann zu finden, ist genau so groß, wie von einem Terroristen erschossen zu werden". (Zitat aus einer bekannten deutschen Wochenzeitschrift vor einigen Jahren). Ein Hamburger Schönheitschirurg (derzeit mehr als 5000 in Deutschland) empfiehlt folgenden Beauty-Plan: "Mit Ende 20 das erste Peeling, dann etwas Botox und Laser. Mit 50 Jahren das erste Facelift und das zweite mit 65". (Spiegel 41/2002)

Und auch der Mann bekommt seine Wechseljahre als Midlifecrisis, leidet an Potenzverlust und Pinkelstörungen, Leistungseinbruch und Depressionen, ist ab 50 auf dem Arbeitsmarkt praktisch nicht mehr vermittelbar, wird frühberentet oder in den Ruhestand geschickt.

Mode und Werbung werden beherrscht von jungen, schönen und erfolgreichen Menschen, unter Hunderten von Zeitschriften gibt es nur wenige sporadisch erscheinende Blätter, die sich der Frau über 40, dem "best life" oder einem "longlife" widmen, doch stets dem Alter als einem Minus.

"Anti-Aging" verspricht Hilfe.

Pharma- und Kosmetikkonzerne, Komfortmedizin, Well- und Fitnessbranche bieten ihre Dienste an, aber immer gilt es ein Soll zu verwalten, ein Minus auf der Körper-, Geist- und Seeleskala zu bekämpfen, sowie das Muß des Ausgleichs, den Ablass in den Klingelsack des schönen Scheins Unsterblichkeit, des ewig jung und immer frisch, des well and fit for ever. Hunderttausende Personen begeben sich unters Skalpell; Tendenz steigend.

Wer da kein schlechtes Gewissen bekommt, ist nicht im Trend der Zeit.

Wir meinen, daß die Beschreibungen des Alters und seiner Begleiterscheinungen gesellschaftlich bedingt und durch kommerzielle Interessengruppen geleitet werden.

Interessant ist, daß es in anderen Kulturkreisen z. B. keine Wechseljahrsbeschwerden gibt, oder sie werden nicht als solche wahrgenommen. Selbst innerhalb unseres Kulturkreises schwanken die Angaben über Beschwerden zwischen 14 und 61 %.

Das zeigt eine Umfrage in sechs europäischen Ländern. Am schlechtesten geht es den Engländerinnen, am besten den Schweizerinnen. Während in Deutschland die Hälfte der Frauen auf Hormonpräparate zurückgreift, kommen in Holland die meisten ohne aus, sie sehen gar keinen Sinn darin.

Ist also der Kampf gegen das Alter Teil eines Generalangriffs auf das Leben überhaupt? Sowie die Stammzellen- und Genforschung, künstliche Befruchtung und das Klonen schon "vor" Beginn des Lebens alles unter Kontrolle und in den Griff bekommen will, so das Anti-Aging den Rest vom Leben!

Alter als widernatürlich, ungesund, krank, unwertes Leben zu beschreiben, wohin soll das führen?

Millionen in Altersheimen und Hospizen, Pflegeeinrichtungen und Seniorenresidenzen, wer soll das bezahlen, und wer soll die versorgen?

Nur wer fit bleibt, darf überleben, ewig potent und mit brainpower ohne Ende, go longlife, die Lösung heißt nicht alt zu werden; glauben Sie an Märchen?

Exkurs


Das Anti scheint Programm zu sein: von Anti-babypille bis Anti-Terror-Krieg. Bist du pro Anti, bist du Freund, bist du anti Anti, bist du Feind. Ist das so einfach?

Als die Frau noch Kinder kriegen konnte, auf herkömmliche Weise, hat Mann ihr die Antibabypille verpaßt, als Glücksverheißung gegen ungewollte Schwangerschaft, aber über meist männlichärztliche Verschreibungsregulierung, fortlaufende Kontrolle und Verwaltung ihrer unzähligen Nebenwirkungen auf Körper, Geist und Seele, Sexualität, Schwangerschaft, Geburt, Brüste und Gebärmutter stets das Gefühl vermittelnd, daß nichts natürlich ist, alles muß gesteuert werden, von Menschen - besser Männerhand, am besten mit Hormonen, von der Pubertät bis zur Menopause.

Das Anti bei der Pille ist aber zugleich ein Nein gegen Nachkommenschaft, den Fluß des Lebens, macht deshalb unbewußt Schuldgefühle und kompensatorisch willig und gefügig für weiterreichende Verheißungen wie schmerzlose Geburt, Kaiserschnitt auf Wunsch (in Brasilien und USA mehr als 50 %), sowie krebsprophylaktische Brust- und Gebärmutteramputationen.

Der emanzipatorische Aspekt einer selbstbestimmten weiblichen Sexualität, bewußter Schwangerschaftsplanung und von Hebammen geleiteter Geburten wurde diskriminiert, und bleibt ein Eingriff in die Frau, gelebte Lust und Fruchtbarkeit.

Und nun das Anti-Aging für den Mann, den Abstiegswahn der Lebensmitte, Börsencrash und Wirtschaftsflaute. Testosteron, Viagra, das letzte Glück auf Erden, der Aufstand gegen Niedergang.

Hier wird totaler Krieg geführt, ein Kreuzzug gegen die Natur, zum Zwecke neuer Märkte.

Allgemeines Konzept


Wer hätte je davon gehört, das Alter etwas Existentielles ist, vom ersten bis zum letzten Tag, ein wandelvolles Wachsen, vom Säuglings- bis zum Greisenalter, vom Anfang bis zum Ende, ein ewig Stirb und Werde, beständige Veränderung.

Wo bleibt die Achtung vor dem Alter, meinem Schicksal, meiner Würde, gesammelter Erfahrung, dem lebendigen Zeugnis von Geschichte, der Not und Pein des Abschiednehmens?

Natürlich älter werden heißt Pro-aging, eine Bewegung für das Alter, natürlich älter werden heißt Bewußtsein für das Alter, was es ist: entfaltet, was einst angelegt.

Natürlich älter werden heißt dieses lebendige Altersbewußtsein in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens wach zu rufen, zu fördern und zu begleiten.

Leistungen


Sie gliedern sich in die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit sowie therapeutische Angebote.

Im Einzelnen sind dies:

Datenbank und Info-Börse


Hier sollen alle altersrelevanten Informationen gesammelt und abrufbar zur Verfügung stehen.

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Aktuelles


Liebe Leserin, lieber Leser!


Seit Jahren versuchen wir mit dieser Homepage ein neues Bewußtsein für ein "natürlich älter werden" zu vermitteln, daß sich von dem herkömmlichen Anti-aging und den weit verbreiteten Altersvorstellungen von Defizit und Krankheit deutlich abgrenzt.

Dabei versuchen wir möglichst umfangreich durch Meldungen, Texte., Literatur und Forschungsergebnisberichten einer breiten Öffentlichkeit entsprechende Inhalte und Daten zur Verfügung zu stellen.

Das Sammeln, Sichten, Auswählen der Meldungen, Texte, Literatur und Forschungsergebnisse, diese einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, dauert "unendlich" viel Zeit - und es kostet Geld. Wir beide, Dr. Dietmar Höhne und Hans Jürgen Hansen, machen das zusätzlich neben unseren beruflichen Tätigkeiten.

Was wir uns wünschen, daß jemand, der mit unserer positiven Betrachtung des Älterwerdens und unserem Bemühen übereinstimmt, es mit einer entsprechend kräftigen Spende honoriert, um uns aus dem Minus zu helfen und uns ein Weitermachen zu ermöglichen.

Näheres können Sie im Impressum oder unter folgender Mailadresse dietmar.hoehne@t-online.de erfahren.