Kriegskinder und Zeitgeschichte



Im Gedächtniswohnzimmer

Warum sind Bücher über die eigene Familiengeschichte so erfolgreich? Ein ZEIT-Gespräch mit dem Sozialpsychologen Harald Welzer über das private Erinnern. Darin sagt er u. a., daß vieles dafür spricht, daß die Nachkommen der Kriegsgeneration in einer kollektiven Fixierung gefangen sind, und zwar umso mehr, je weniger Überlebende noch bleiben. Und es gibt auch Gründe zu vermuten, daß sich die Erfahrung des "Dritten Reichs" und des Krieges in den nachkommenden Generationen so auswirkt, daß sie Zukunftsentwürfe blockiert.
mehr    mehr

Kindheiten im Zweiten Weltkrieg und ihre Folgen

Die Jahrgänge 1926 bis 1945 erlebten als Kinder und Jugendliche Diktatur, abwesende Väter, Ausbombung, Flucht, Hunger und Verfolgung der Nachbarn. Welche Folgen hat die Kriegskindheit für die Versorgung der heute alt werdenden Menschen? Sonja Siegert und Anja Uhling sprachen mit dem Psychoanalytiker Hartmut Radebold.
mehr    mehr

Kämpferin für eine humane Medizin

Dr. Alice Ricciardi-von Platen wurde am 28. April 2005 95 Jahre alt. Ihr Buch von 1948 "Die Tötung Geisteskranker in Deutschland" erschien in einer Neuauflage im Mabuse-Verlag. Es war die erste Dokumentation über die "Euthanasie"-Verbrechen gewesen. Die Psychiaterin und Psychoanalytikerin hat damit ein bedeutendes Stück Medizingeschichte geschrieben.
mehr    mehr

Die Normalität des Bösen

Gewiß waren unter den Planern, Bürokraten und Exekutoren der Vernichtung, von Hitler selbst bis zu Schergen wie Kaduk oder Boger, sadistische und narzisstisch gestörte Persönlichkeiten. Aber sie waren nicht repräsentativ. In der Gruppe der Täter und Täterinnen entsprach die überwiegende Mehrheit der Norm.  mehr ›

Wahrnehmen, erkennen, befrieden - wie seelische Kriegsschäden fortwirken

Die seelischen Auswirkungen des 2. Weltkrieges sind unvergleichlich größer als im 1., weil durch Bombenkrieg und Flucht Frauen und Kinder direkt mitbetroffen waren. Aber es gibt trotzdem erschreckende Ähnlichkeiten der Folgen in beiden Nachkriegszeiten.  mehr ›

Bei Diagnose historisch denken

Die psychosozialen Folgen einer Kindheit im Zweiten Weltkrieg wurden lange Zeit nicht wahrgenommen oder tabuisiert. Ein Plädoyer, umzudenken.  mehr ›

"Dir ist was Schreckliches passiert"

Der Altersforscher Hartmut Radebold über die psychischen Spätfolgen von Kriegsgräueln, die Macht der verdrängten Erinnerungen und seine eigene Kindheit während des Krieges.  mehr ›

Die langen Schatten von Krieg und Verfolgung

Kriegskinder in Psychoanalysen - Beobachtungen und Berichte aus einer umfassenden Studie. Von Marianne Leuzinger-Bohleber. Einige ausgewählte Beispiele illustrieren, wie sich bei der Generation der so...  mehr ›

Buchtip: Schattenseiten der Vergangenheit - Kriegskinder im Alter

Fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung ist heute über 60 Jahre alt. Alle diese Menschen sind vom Zweiten Weltkrieg und seinen unmittelbaren Nachwirkungen geprägt worden. Bis heute wurden die...  mehr ›

Kongreß: "Generation der Kriegskinder und ihre Botschaft 60 Jahre nach Kriegsende"

Als sich im Mai 2005 für Europa das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 60. Mal jährte, bedeutete dies für viele der davon betroffenen Menschen nicht schon einen dauerhaften inneren Frieden. Bei der...  mehr ›

"Zeitgeschichte ist Erfahrungsgeschichte"

Ihre Kindheit und Jugend verbrachten sie im Dritten Reich oder während des Zweiten Weltkrieges - die Kriegskinder. Lange sind sie kaum in Erscheinung getreten. Sie funktionierten und bauten...  mehr ›



© 2003-2008 by Dr. Dietmar Höhne - Mail: info@aging-alive.de

Aktuelle News




Ändert sich unser Bild vom Alter?


Am 28. Mai 2011 gab es im DLF Freitagvormittags im Rahmen der Sendereihe "Lebenszeit" eine sehr interessante Sendung zum Thema: "Perspektiven- ändert sich unser Bild vom Alter?", an der u.a. auch Joachim Fuchsberger teilnahm. Anlaß für diese Sendung war der Foto- und Filmwettbewerb "Was heißt schon alt" des Bundesfamilienministeriums. Denn Bilder - so heißt es auch im sechsten Altenbericht der Bundesregierung - haben großen Einfluß auf die Verwirklichung von Entwicklungsmöglichkeiten und auch auf den Umgang mit Grenzen. Unser Bild vom Alter ist nicht festgelegt, es ist eine soziale Vereinbarung, die sich abhängig von historischen und kulturellen Rahmenbedingungen verändert.

Was sagen nun die Bilder, die wir uns heute vom Alter und vom Altern machen über uns und unsere Gesellschaft aus? Stimmen sie mit der Wirklichkeit überein? Wie hat sich das Bild vom Alter verändert? Wie sehen sich Menschen, die heute alt sind und wie werden sie im Unterschied dazu von ihrer Umgebung gesehen? Welches Bild von sich entwickeln Jüngere, wenn sie an sich selbst als alte Menschen denken und was tun sie, um dieses Bild von sich zu realisieren?

Download der Sendung: Lebenszeit: Neue Bilder vom Alter- neue Perspektiven?


Zu den Ergebnissen des Wettbewerbs: "Was heißt schon alt?"


Zum PDF-Download des 6. Altenberichts der Bundesregierung


Zum in der Sendung angesprochenen Altensportler-Dokumentarfilm: "Herbstlaub" - Wettlauf gegen das Alter


Zu Joachim Fuchsbergers Buchveröffentlichung: "Alt werden ist nichts für Feiglinge"


Zum von Joachim Fuchsberger angesprochenen Fernsehfilm: "Die Spätzünder"



Generation Grau


Viele Rentner, zu wenige Kinder, noch weniger Enkel, stagnierende Wirtschaft... Aus solcher Zwischenbilanz eine unabwendbar trostlose Zukunft in einem vergreisenden Land abzuleiten, ist falsch. Die "Neuen Alten" haben ein unschätzbares Kapital: Zeit. Und Lust, sie sinnvoll zu nutzen: Um Neues zu lernen. Um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Um sich sozial zu engagieren - zum Wohle der Jungen. Generation Grau

Zu den Meldungen