Wohnen im Alter



Dorette Deutsch
Schöne Aussichten fürs Alter. Wie ein italienisches Dorf unser Leben verändern kann

München (Piper Verlag), 240 Seiten, 16,9 Euro, ISBN: 3-492-04873-0

Die Chancen für ein gutes Leben im Alter sind günstig wie nie. Es kann etwas geschehen. Das Buch zeigt, wie ein italienisches Dorf unser aller Alter verändern kann.
"Gib mir den gottverlassensten Weiler, den du hast", sagte Mario Tommasini zum Bürgermeister von Borgotaro - und verwirklichte ein utopisch anmutendes Altenprojekt in den Bergen der italienischen Emilia Romagna: Im Dorf Tiedoli wurden die leerstehenden Häuser altengerecht saniert, das Zusammenleben der Generationen wurde wieder attraktiv, neue Arbeitsplätze entstanden, wirtschaftlicher Aufschwung setzte ein. Und das Ganze ist im Gegensatz zu Altenheimen und Pflegestationen finanzierbar! Dorette Deutsch zeigt in ihrer Reportage über das Wunder von Tiedoli eine realistische Perspektive für ein gutes Leben im Alter. Sie sah sich auch in Deutschland um und fand eine Reihe von Initiativen, Wohnmodellen und vor allen Dingen Menschen mit neuen Ideen, die unser Leben im Alter besser aussehen lassen als je zuvor.
Dorette Deutsch, geboren 1953, studierte Germanistik und Philosophie in Heidelberg und München und lehrte Deutsch an der Universität Bologna. Sie lebt als Rundfunkjournalistin und freie Autorin in München und in Vernazza/Ligurien und hat ihr Herz schon in früher Jugend an Venedig verloren.

Jochen Arenz
Heimeinzug. Zufriedene Bewohner - optimierte Abläufe

Hannover 2001 (Vincentz), 96 Seiten, 18,80 Euro, ISBN: 978-3-87870-648-9

Vom Begrüßungsgespräch bis zur Klärung der Heimkostenfinanzierung: Zum Heimeinzugsverfahren gehören viele Einzelschritte. Dieses Buch stellt sie vor, zeigt, wie klar strukturierte Abläufe zu schaffen sind. Der Nutzen liegt auf der Hand: Neben finanzieller Planungssicherheit für die Einrichtung auch zufriedene Bewohner und Angehörige. Autor Jochen Arenz weiß, wovon er schreibt, hat er doch mehr als 300 Heimeinzüge verantwortlich begleitet. Ein Fakt, der den Leitfaden mit Checklisten und Formularen zum hilfreichen und praxisnahen Arbeitsmittel macht.
Buch ist im Buchhandel nicht mehr lieferbar.

Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Fachdokumentation zum Bundeswettbewerb "Stadtumbau Ost". Expertisen zu städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Aspekten des Stadtumbaus in den neuen Ländern

Bonn/Berlin 2002 (Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen), 82 Seiten

Der Wettbewerb ist ein Baustein des Städtebauförderungsprogramms "Stadtumbau Ost". Ziel des Programms ist die Stärkung der Innenstädte, die Reduzierung des Angebotsüberhangs an Wohnraum und die Aufwertung der vom wohnungswirtschaftlichen Strukturwandel betroffenen Städte. Ausschlaggebend für die Themenwahl, bei der sowohl gebiets- als auch fachbezogene Themen berücksichtigt wurden, waren Probleme, auf die viele Städte bei der Bearbeitung von integrierten Stadtentwicklungskonzepten gestoßen waren: - Leitbilder für den Stadtumbau, - Stadtumbaustrategien für Neubauquartiere, - Stadtumbaustrategien für Altbauquartiere, - Anpassung der technischen Infrastruktur und der Verkehrsinfrastruktur, sowie - Stadtregionale Handlungskooperationen.
Die Dokumentation steht im Internet unter folgender Adresse zur Verfügung: http://d-nb.info/985588896/34

Dörte Fuchs, Jutta Orth
Umzug in ein neues Leben. Wohnalternativen für die zweite Lebenshälfte

München 2003 (Kösel), 271 Seiten, 15,95 Euro, ISBN: 3466306256

Wie will ich leben, wenn ich älter bin? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen. Sie wollen den Ruhestand nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten. Bekannte Wohnformen wie das Leben in Altenheimen werden immer mehr in Frage gestellt und das Versorgungsmodell "Großfamilie" gehört praktisch der Vergangenheit an.
Dörte Fuchs und Jutta Orth stellen am Beispiel realisierter Wohnkonzepte Alternativen für traditionelle Wohnformen vor: Wohn- und Hausgemeinschaften, Frauen- und Mehrgenerationenprojekte sowie die Villa unter südlicher Sonne. Ist die Wahl auf eine bestimmte Wohn- und Lebensform gefallen, helfen viele Praxistipps bei der konkreten Vorbereitung und Umsetzung.
Das Buch ist vergriffen. Es ist keine Neuauflage geplant.

Thomas Klie (Hrsg.)
Wohngruppen für Menschen mit Demenz.

Hannover 2002 (Vincentz Verlag)

Wohngruppen-Konzepte lösen in Fachkreisen häufig kontroverse Diskussionen aus. Für alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen, hält dieser Band einen fundierten Überblick bereit. Unter der Leitung von Altenhilfeexperte Thomas Klie stellen ehemalige Studenten der Ev. Fachhochschule Freiburg gelungene Projekte aus dem In- und Ausland vor. Verschiedene Modelle, wie zum Beispiel die Cantous, Paris und Le Kachelofe, Strassbourg sind ausführlich beschrieben. Von der Zielsetzung über das Personalkonzept bis hin zur baulichen Gestaltung ist die Ist-Situation der Versorgung im ambulanten, teil- und vollstationären Bereich sowie in Wohngruppen ebenso beschrieben wie die Situation pflegender Angehöriger. Rechtliche Rahmenbedingungen für Wohngruppen - vom Betreuungsrecht bis hin zum Sozialrecht - und Finanzierungsmodelle mit Musterkalkulationen runden das Handbuch ab.

Heike Liebmann/Tobias Robischon (Hg.)
Städtische Kreativität - Potenzial für den Stadtumbau.

Erkner (b. Berlin) 2003 (Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) und Schader-Stiftung), 244 Seiten, ISBN: 3-932736-10-9

Demographische und wirtschaftliche Schrumpfungsprozesse, überregionale Abwanderung, anhaltende Suburbanisierung sowie ein erheblicher Wohnungsleerstand kennzeichnen seit Ende der 1990er Jahre viele Städte und Gemeinden in den neuen Ländern. Die Kommunen sind gefordert, ihre Entwicklungsziele kritisch zu überprüfen und strukturell neue, integrierte Entwicklungskonzepte zu erarbeiten. Viele Kommunen richten den Focus in ihren Konzepten zunächst auf die städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Probleme des Stadtumbaus und setzen in erster Linie dort zur Heilung der gegenwärtigen Symptome der Schrumpfungsentwicklungen an.
Angesichts der Komplexität der Problemlagen in den Städten erfordern zukunftsfähige Problemlösungen ein "neues Denken". Es müssen neue Perspektiven für die Stadtentwicklung erdacht werden - in wirtschaftlicher, sozialer, kultureller, baulicher und wohnungswirtschaftlicher Hinsicht. In einer gemeinsamen Workshopreihe des Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) und der Schader-Stiftung diskutierten Experten aus ostdeutschen und westeuropäischen Städten den kreativen Umgang mit Schrumpfungsprozessen. Städtische Kreativität, so ihr Plädoyer, ist eine Ressource, deren Potential für den Stadtumbau noch zu wenig genutzt wird.
Die Publikation seit Mai 2010 vergriffen. Eine Neuauflage ist zunächst nicht geplant.

Ursula Münsterjohann (Hrsg.)
Was bewegt alte Menschen in der Stadt?. Ein Plädoyer für eine seniorenfreundliche, gesundheitsfördernde Stadtentwicklung

Köln 2004 (Kuratorium Deutsche Altershilfe), 48 Seiten, 3 Euro, ISBN: 3-935299-48-6

Um in Zukunft die Gesundheit älterer Menschen möglichst lange und umfassend zu erhalten, muss Ihnen in allen Lebenslagen ein selbstständiges Leben ermöglicht werden. Nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche sind hierzu aufgerufen, denn sonst wird die Gesunderhaltung der Menschen teurer als unsere Gesellschaft es sich leisten kann. Für die Stadtplanung und die dafür Zuständigen bedeutet das, die Gesundheit der Menschen durch entsprechende bauliche Maßnahmen zu fördern und dadurch einen gesellschaftlichen Beitrag zur Selbstständigkeit älterer Menschen zu leisten.
Das Plädoyer wendet sich an Planer, aber auch an interessierte Leser, die sich in die Welt der alternden Bevölkerung hineinversetzen wollen und Anregungen zur Umsetzung eines lebenswerten und bewegten Alters durch städtebaulichen Maßnahmen suchen. Es werden aus Sicht der heute alternden Menschen stadtplanerische Elemente beispielhaft aufgezeigt, visualisiert und deren gesundheitsfördernder bzw. bewegungsfördernder Aspekt betont. Das erworbene Gespür für die notwendigen Planungen und deren Zusammenhänge mit der Gesunderhaltung kann so in konkrete Planungen einfließen.

Schader-Stiftung (Hg.)
Wohn:Wandel.. Szenarien, Prognosen, Optionen zur Zukunft des Wohnens

Darmstadt 2001 (Schader-Stiftung), 380 Seiten, 35 Euro, ISBN: 3-932736-07-9

Mit dem gesellschaftlichen Strukturwandel verändern sich die Funktonen und Formen des Wohnens. Doch wie sehen die Wohn- und Nachfrageprofile der künftigen Gesellschaft aus? Welche Entscheidungs- und Gestaltungsoptionen stehen Politik, Wohnungswirtschaft und Baubranche offen? Über wie viel Wandelungsfähigkeit verfügt die Wohn-Immobilie in diesem ebenso rasanten wie dynamischen Veränderungsprozess?
Sozialwissenschaftliche Szenarien und Prognosen und die Betrachtung erfolgreicher Initiativen aus der ohnungspolitischen und wohnungswirtschaftlichen Praxis helfen, den gesellschaftlichen Wandlungsprozeß zu verstehen und Wege zur Durchdringung theoretischer und Lösungen praktischer Probleme zu finden.
Das Buch richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeiter aus Wohnungspolitik und Verwaltung, Wohnungswirtschaft, Immobilien- und Baubranche, Planer und Architekten ebenso wie an Gsellschafts- und Planungswissenschaftler in Hochschulen und Forschungsinstituten.



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Aktuelle News




Ändert sich unser Bild vom Alter?


Am 28. Mai 2011 gab es im DLF Freitagvormittags im Rahmen der Sendereihe "Lebenszeit" eine sehr interessante Sendung zum Thema: "Perspektiven- ändert sich unser Bild vom Alter?", an der u.a. auch Joachim Fuchsberger teilnahm. Anlaß für diese Sendung war der Foto- und Filmwettbewerb "Was heißt schon alt" des Bundesfamilienministeriums. Denn Bilder - so heißt es auch im sechsten Altenbericht der Bundesregierung - haben großen Einfluß auf die Verwirklichung von Entwicklungsmöglichkeiten und auch auf den Umgang mit Grenzen. Unser Bild vom Alter ist nicht festgelegt, es ist eine soziale Vereinbarung, die sich abhängig von historischen und kulturellen Rahmenbedingungen verändert.

Was sagen nun die Bilder, die wir uns heute vom Alter und vom Altern machen über uns und unsere Gesellschaft aus? Stimmen sie mit der Wirklichkeit überein? Wie hat sich das Bild vom Alter verändert? Wie sehen sich Menschen, die heute alt sind und wie werden sie im Unterschied dazu von ihrer Umgebung gesehen? Welches Bild von sich entwickeln Jüngere, wenn sie an sich selbst als alte Menschen denken und was tun sie, um dieses Bild von sich zu realisieren?

Download der Sendung: Lebenszeit: Neue Bilder vom Alter- neue Perspektiven?


Zu den Ergebnissen des Wettbewerbs: "Was heißt schon alt?"


Zum PDF-Download des 6. Altenberichts der Bundesregierung


Zum in der Sendung angesprochenen Altensportler-Dokumentarfilm: "Herbstlaub" - Wettlauf gegen das Alter


Zu Joachim Fuchsbergers Buchveröffentlichung: "Alt werden ist nichts für Feiglinge"


Zum von Joachim Fuchsberger angesprochenen Fernsehfilm: "Die Spätzünder"

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