In Literatur und Internet kann man heute mehr und mehr Bemühungen um eine komplementäre Vereinigung von Hochschulmedizin und Erfahrungsheilkunde (Homöopathie und Naturheilkunde) im Sinne einer Integrativen Medizin feststellen. Diese Bestrebungen sind für sich erfreulich. Doch was ist darunter zu verstehen? - Von Harald Zycha
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Der Begriff "Gesundheit" entzieht sich - wenn man einmal von der platten Floskel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Zustand vollständigen Wohlbefindens absieht - weitgehend einer Definition. Schon die Frage nach ihr kann sie beeinträchtigen oder zerstören, wie dies für ähnlich sensible Gebilde wie Vertrauen, Liebe, Gnade, aber auch zum Beispiel für den Schlaf oder die Sättigung gilt. Man kann unendlich viel für seine Gesundheit tun; das hat aber nicht viel, oft sogar gar nichts damit zu tun, ob und in welchem Maß man sich als gesund empfindet - und Letzteres zählt. - Von Klaus Dörner
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In unserer deutschen Reformdebatte herrscht eine seltsame Übereinkunft des Negativen. Wir debattieren das Neue, das auf uns zukommt, das Herausfordernde der Zeit, auf eine seltsame, manchmal fast absurde Weise ERGEBNIS-NEGATIV. Jeden Tag können wir dies im Fernsehen, in Talkshows und Expertenrunden etc. besichtigen: Man kommt zusammen, klagt an, ereifert sich, problematisiert bis auf die letzte Kommastelle ... um sich schließlich der nächsten Aufregung, dem nächsten Alarm, dem nächsten KRISOTAINMENT zuzuwenden. Von Matthias Horx
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Georg Kreisler ist ein Unberechenbarer und ein Unbeschreiblicher: großer Pianist, unerschöpflicher Komponist, Dichter, Wortspieler, Kabarettist, Satiriker, Nomade, Jahrhundertzeuge, Einzelgänger, Weltdurchschauer, Überlebender. Und vor allem ist er dies: ein Anarchist. ln seinen Liedern ließ er Tauben vergiften, Kinder zertrampeln und Atomkraftwerke explodieren. Interview mit Georg Kreisler in seinem 90. Lebensjahr.
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Altersratgeber sind gleichermaßen Erzeuger und Erzeugnisse der gesellschaftlich vorherrschenden Altersdiskurse. Indem sie Altersbilder verbreiten, Probleme aufzeigen und Handlungsanweisungen geben, spiegeln und beeinflussen sie unsere Wahrnehmung des Alter(n)s. Und Altersratgeber haben Konjunktur. Insbesondere seit der Jahrtausendwende erlebt dieses Subgenre der Ratgeberliteratur einen wahren Boom. Seine Bedeutung sollte deshalb nicht unterschätzt werden.
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Warum sind Bücher über die eigene Familiengeschichte so erfolgreich? Ein ZEIT-Gespräch mit dem Sozialpsychologen Harald Welzer über das private Erinnern. Darin sagt er u. a., daß vieles dafür spricht, daß die Nachkommen der Kriegsgeneration in einer kollektiven Fixierung gefangen sind, und zwar umso mehr, je weniger Überlebende noch bleiben. Und es gibt auch Gründe zu vermuten, daß sich die Erfahrung des "Dritten Reichs" und des Krieges in den nachkommenden Generationen so auswirkt, daß sie Zukunftsentwürfe blockiert.
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Nur ein Prozent der Patientinnen in psychotherapeutischen Praxen ist über 60, obwohl der Anteil dieser Altersgruppe an der Bevölkerung etwa 25 Prozent ausmacht. Welche Vorbehalte haben Patienten und Therapeuten gegenüber einer psychotherapeutischen Behandlung? Wie können sie überwunden werden? Und wie sieht Psychotherapie mit älteren Menschen aus?
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Die Jahrgänge 1926 bis 1945 erlebten als Kinder und Jugendliche Diktatur, abwesende Väter, Ausbombung, Flucht, Hunger und Verfolgung der Nachbarn. Welche Folgen hat die Kriegskindheit für die Versorgung der heute alt werdenden Menschen? Sonja Siegert und Anja Uhling sprachen mit dem Psychoanalytiker Hartmut Radebold.
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Wie kann generationsübergeifendes Zusammenleben konkret aussehen? Dagmar Müller beschreibt, welche Erfahrungen ihr Wohnprojekt in Frankfurt am Main in zweieinhalb Jahren gemacht hat.
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