Neue Texte


Wir müssen Todkranken die Macht über ihr Leben geben

Es ist ein unter Ärzten verbreitetes Missverständnis, ihren Auftrag allein darin zu sehen, Krankheiten zu heilen, Leben zu erhalten und zu verlängern. Diesem kurativen Aspekt steht ein zweiter, nicht minder bedeutender und ethisch gleichrangiger zur Seite, der palliative Aspekt nämlich (von »Palliation«: Linderung). Er tritt in den Vordergrund, wenn die Mittel zur Heilung ausgeschöpft sind und jene zur Lebensverlängerung nicht mehr von einer medizinischen Indikation getragen oder vom Patientenwillen gedeckt sind und deswegen allein ein friedliches Lebensende anzustreben ist.

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Roman über das Alter und die Freundschaft

Altwerden ist eine Zumutung, und komisch wirkt es allenfalls auf die Jungen, ie getrost belachen, was ihnen unabwendbar bevorsteht. Aber nicht darm geht es in Michael Scharangs neuem Roman, sondern darum, daß der Prozeß des Alterns die Wahrnehmung und die Weltsicht in einer Weise verändern kann, die trefflichen Stoff für Komödien liefert – nicht für »Comedy« im Sinne mehr oder weniger witziger Kleinkunst, sondern für die klassische literarische Form, in der menschliche Schwächen vorgeführt und die daraus entstehenden Konflikte auf heitere Art gelöst werden.

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"Altern ist eine Zumutung"

FRIEDERIKE MAYRÖCKER. Als Grande Dame der österreichischen Lyrik probt sies den Aufstand gegen das Ableben. Ihrem körperlichen Verfall hat sie eine meisterliche poetische Fallstudie abgerungen.

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Geriatrie ist eine Herkulesaufgabe für Mensch und Gesellschaft

Mediziner arbeiten mit Hochdruck daran, Selbstständigkeit und Lebensqualität der alten Patienten zu verbessern. Ärzte aus Schleswig-Holstein sind beteiligt.

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Sie sind jünger, als Sie denken!

Wir haben recht klare Vorstellungen davon, was es heißt, älter zu werden: Krankheiten drohen, die Kräfte lassen nach, die Attraktivität schwindet. Solch negative Stereotype über das Alter haben eine fatale Wirkung. Weil wir Einschränkungen erwarten, treten sie auch ein. Wären wir dagegen optimistischer dem Alter gegenüber eingestellt, könnten wir die biologische Uhr nicht nur aufhalten, sondern sogar zurückdrehen.

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Wer achtsam lebt, lebt gesünder und länger

Ein Gespräch mit Ellen Langer, Professorin für Psychologie an der Harvard-Universität, über die Frage, welche positive Rolle die Achtsamkeit bei chronischen Erkrankungen und Altersprozessen hat.

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Ausgesorgt. ZEIT-Artikel von Ursula März

Studien haben ergeben, dass Menschen, die sich als Zeugen öffentlicher Gewaltsituationen zum mutigen Eingreifen entschließen, dies nicht nur aus moralischer Charakterstärke heraus tun. Sondern aus einem gesunden Egoismus. Sie ahnen im Moment der Entscheidung zwischen Flucht und Hilfe, dass die Erinnerung an die eigene Feigheit sie noch Jahre später aus dem Schlaf reißen wird. Und dazu haben sie einfach keine Lust.

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Aktuelle News



Margarete Mitscherlich 93 Jahre alt


Margarete Mitscherlich-Nielsens neues Buch
Margarete Mitscherlich-Nielsen wurde dieser Tage nicht nur 93 Jahre alt. Sie hat auch ein neues Buch geschrieben, das im S. Fischer Verlag erscheinen wird. Es heißt: "Die Radikalität des Alters. Einsichten einer Psychoanalytikerin", ist gebunden und kostet 18,95 Euro. ISBN: 978-3-10-049116-9. Das Buch ist voraussichtlich ab 8. September 2010 im Buchhandel.

Margarete Mitscherlich-Nielsen wurde am 17. Juli 1917 in Gravenstein (Nordschleswig/Dänemark) als Tochter eines dänischen Arztes und einer deutschen Lehrerin geboren. Sie studierte nach dem Abitur (in Flensburg) Medizin und Literatur in München und Heidelberg und promovierte 1950 in Tübingen zum Dr. med. 1947 traf sie in der Schweiz den Arzt und Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich (1908?1982), den sie 1955 heiratete. Gemeinsam mit ihrem Mann versuchten sie nach dem Krieg um die Psychoanalyse in Deutschland wiederbezuleben. 1960 war sie Mitbegründerin des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt und fungierte viele Jahre als Herausgeberin der Zeitschrift Psyche. Gemeinsam mit ihrem Mann veröffentlichte Margarete Mitscherlich 1967 das bahnbrechende Buch "Die Unfähigkeit zu trauern". Es folgten unter anderem die Bücher "Die friedfertige Frau" (1985), "Die Zukunft ist weiblich" (1987) und "Die Mühsal der Emanzipation" (1990). Margarete Mitscherlich lebt heute in Frankfurt am Main.
Zum Interview mit Margarete Mitscherlich in der
Süddeutschen Zeitung
und ein
Video-Interview mit Margarete Mitscherlich auf 3Sat