Sterben und Tod



Wir müssen Todkranken die Macht über ihr Leben geben

Es ist ein unter Ärzten verbreitetes Missverständnis, ihren Auftrag allein darin zu sehen, Krankheiten zu heilen, Leben zu erhalten und zu verlängern. Diesem kurativen Aspekt steht ein zweiter, nicht minder bedeutender und ethisch gleichrangiger zur Seite, der palliative Aspekt nämlich (von »Palliation«: Linderung). Er tritt in den Vordergrund, wenn die Mittel zur Heilung ausgeschöpft sind und jene zur Lebensverlängerung nicht mehr von einer medizinischen Indikation getragen oder vom Patientenwillen gedeckt sind und deswegen allein ein friedliches Lebensende anzustreben ist. mehr    mehr

In der Zeitgeistfiliale

Kann die Philosophie dabei helfen, leben und sterben zu lernen? Verschiedene Faktoren wirkten bei dem Erfolg der philosophischen Lebenskunstliteratur mit: das Ende der Großtheorien, der Utopien, der Ideologien; die Säkularisierung dogmatisch gebundener religiöser Lebensmuster zu fakultativen innerweltlichen Heilspraktiken; positiv gesehen, das Bedürfnis nach Orientierung, der Wunsch nach Lebenshilfe und Lebensnähe.  mehr ›

Der Ausgang ist offen

Er wolle nicht hinter dem Sarg seiner Frau herlaufen und dann ein Gefäß mit ihrer Asche erhalten, sagte Andre Gorz. Also wählten die beiden den Suizid.  mehr ›

Wir und der Tod

In der Geschichte der Menschheit wurde das Verhältnis des Menschen zum Tod in vielfältigen Mythen verarbeitet. Unsere heutige, westliche Kultur scheint dagegen die Entmythologisierung des Todes so weit vorangetrieben zu haben, daß wir uns vom Tod gar keine Vorstellung mehr machen, ihn höchstens als technisch-medizinische Herausforderung ansehen, mit der Perspektive, ihn vielleicht einmal durch den Fortschritt der Gentechnologie ganz abschaffen zu können.  mehr ›

Der gute Tod ist teuer

Wie stirbt es sich in Zeiten der Kostendämpfung? Oliver Tolmein sucht nach der Würde des Sterbens, während Schmerzmittel und Pflegekräfte knapp werden  mehr ›

Das "natürliche" Altern und der "natürliche" Tod

Der Aspekt des Alterns aus der Sicht des Todes. Dieser Aspekt ist zweifelsfrei durch eine der möglichen Definitionen des Alterns gerechtfertigt: Der Alterungsprozeß führt über einen zeitabhängigen Prozeß zu einem irreversiblen Funktionsverlust des Organsystems und damit - unweigerlich - zum Tod.  mehr ›

DGHS ... damit das Leben bis zuletzt human bleibt

Zielsetzung und Positionen (10-Punkte-Programm). Die DGHS hat seit ihrer Gründung I960 die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts des Menschen bis zur letzten Lebensminute - auch gegen Widerstande...  mehr ›

TOTENRITUALE

Einübungen in das Hinausdenken über die eigene Lebenszeit. Jan Assmann im Gespräch mit Jochen Rack. JOCHEN RACK: Herr Assmann, Sie haben sich als Ägyptologe intensiv mit einer Kultur...  mehr ›

Wider die Totmacher

Wer die "Tötung auf Verlangen" legalisieren will, macht sich zum Wegbereiter einer Ära der Euthanasie, die gerade älteren Menschen nach dem Leben trachten wird. So argumentiert der Philosoph Robert...  mehr ›



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Neue Texte


Vaters Zeit

Wenn Eltern alt und hilflos werden, vertauschen sich die Rollen: Die erwachsenen Kinder übernehmen Verantwortung und treffen Entscheidungen für das Leben von Mutter und Vater. Die Generationen lernen einander neu kennen. Ein Erfahrungsbericht von Katja Thimm.
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Generation Grau

Viele Rentner, zu wenige Kinder, noch weniger Enkel, stagnierende Wirtschaft... Aus solcher Zwischenbilanz eine unabwendbar trostlose Zukunft in einem vergreisenden Land abzuleiten, ist falsch. Die »Neuen Alten« haben ein unschätzbares Kapital: Zeit. Und Lust, sie sinnvoll zu nutzen: Um Neues zu lernen. Um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Um sich sozial zu engagieren - zum Wohle der Jungen.
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