Arno Geiger
Der alte König in seinem Exil.
München 2011 (Hanser), 192 Seiten, 17,90 Euro, ISBN: 3-446-23634-1
Arno Geiger hat ein tief berührendes Buch über seinen Vater geschrieben, der trotz seiner Alzheimerkrankheit mit Vitalität, Witz und Klugheit beeindruckt. Die Krankheit löst langsam seine Erinnerung und seine Orientierung in der Gegenwart auf, läßt sein Leben abhandenkommen. Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. In nur scheinbar sinnlosen und oft so wunderbar poetischen Sätzen entdeckt er, daß es auch im Alter in der Person des Vaters noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewußtsein und Würde. Arno Geigers Buch ist lebendig, oft komisch. In seiner tief berührenden Geschichte erzählt er von einem Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden.
Arno Geiger, geboren 1968 in Bregenz, lebt in Wien und Wolfurt/Vorarlberg. Studium der Germanistik, vergleichende Literaturwissenschaft und Alte Geschichte. Seit 1986 Videotechniker bei den Bregenzer Festspielen. Ab 1993 freiberuflicher Schriftsteller.
Christoph Lixenfeld
Niemand muß ins Heim. Ein Plädoyer für die häusliche Pflege
285 Seiten - 16,90 EUR - Econ Verlag - Berlin 2008 - ISBN: 978-3-430-30034-6
Alle Betreiber wollen Geld verdienen. Gewinnmaximierung und Menschlichkeit gehen aber nicht zusammen. Wollen wir also weniger Gewalt und Vernachlässigung in Heimen, dann müssen wir als erstes dafür sorgen, daß es weniger davon gibt. Der Autor zeigt, wie finanzstarke Lobbyisten Druck auf die Politik machen, damit das Geld der Pflegeversicherung auch in Zukunft reichlich in die Heime fließt und warum sich die Kommunen so wenig wehren gegen ein lückenlose "Versorgungskette im Pflegemarkt". Aus betreuter Wohnanlage und angrenzendem Heim. Dabei ist ein selbstbestimmtes Leben auch für über 80jährige möglich. Wie es gelingt, steht in diesem Buch.
Markus Breitscheidel
Gesund gepflegt statt abgezockt. Wege zur würdigen Altenbetreuung
175 Seiten - 7,95 EUR - Ullstein Verlag - Berlin 2008 - ISBN: 978-3-548-36987-7
Mit seiner Undercover-Reportage "Abgezockt und totgepflegt" deckte Markus Breitscheidel die skandalösen Zustände in deutschen Altenheimen auf. Das Buch wurde sofort ein Bestseller und löste eine breite Diskussion aus. In diesem Nachfolgebuch werden neue Wege und Modelle für eine würdige und finanzierbare Altenpflege vorgestellt.
Erich Schützendorf und Hellmut Wallraffen-Dreisow
In Ruhe verrückt werden dürfen. Für ein anderes Denken in der Altenpfleger
107 Seiten - 10,80 DM - Ratgeber Fischer - Ffm 1991 - ISBN: 3-596-10516-1
"In Ruhe verrückt werden dürfen" - das wünschen sich viele alte Menschen, deren größte Angst es ist, im Alter zunehmend den Verstand zu verlieren. Die Autoren plädieren für ein Umdenken in der Altenpflege, und das heißt vor allem: die Selbständigkeit der alten Menschen zu aktivieren und ihre Eigenheit zu repektieren, auch wenn sie aus der Sicht des Pflegepersonals bereits ver-rückt erscheinen.
Kathrin Schmidt
Du stirbst nicht
352 Seiten - 19,95 EUR - KiWi Verlag
Vom Hirnschlag erwacht - der atemberaubende Roman einer Heilung
Frank Arens
Kommunikation mit dementierenden alten Menschen
2. Aufl. 1996 (Mabuse), 180 Seiten, 18,00 Euro
Der Autor betrachtet Pflegesituationen aus einer kommunikativen Alltagspraxis heraus und analysiert sie unter den Prämissen einer lebensweltorientierten Pflege.
Uwe Beul
Der einfache Weg zur Pflegestufe. Die Begutachtung im Rahmen der Pflegeversicherung, oder: Wie erreiche ich eine gerechte Pflegestufe?
1995 (Kunz), 93 Seiten, 9,00 Euro
Jörg Blech
Die Krankheitserfinder. Wie wir zu Patienten gemachl werden
Frankfurt/Main 2004
Ch. Bollas
Genese der Persönlichkeit
Stuttgart 2000
M. Braun/Th. Klotz u. a. (Hrsg.)
Männliche Sexualität im Alter
2004 (Thieme), 122 Seiten, 34,95 Euro
Das Buch vermittelt den aktuellen Wissensstand zu Erektionsschwächen und stellt detaillierte Studienergebnisse vor. Gleichzeitig stellt es den Zusammenhang von Erektionsschwächen und anderen Erkrankungen dar und ist somit sowohl Nachschlagewerk als auch Begleiter bei der täglichen Therapie-Entscheidung.
Paula Brown Doress u. a.
Unser Körper - unser Leben. Über das Älterwerden
Reinbek 1991
A. Buchholz/Th. Schürenberg
Lebensbegleitung alter Menschen. Basale Stimulation in der Pflege alter Menschen
1997 (Huber), 285 Seiten, 34,95 Euro
Maximilian Buchka
Ältere Menschen mit geistiger Behinderung. Bildung, Begleitung, Sozialtherapie
2003 (Reinhardt), 330 Seiten, 29,90 Euro
Der Autor entwickelt die "Sozialagogik" als Konzept für einen begleitenden Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung, die schon Lebenserfahrungen gesammelt haben und selbstbestimmt leben wollen.
Traude Bührmann
Faltenweise. Lesben und Alter
Krug & Schadenberg, 2000, 244 Seiten
Huub Buijssen
Demenz und Alzheimer verstehen - mit Betroffenen leben. Ein praktischer Ratgeber
2. Aufl. 2005 (Beltz), 160 Seiten, 12,90 Euro
Das Buch richtet sich vor allem an Familienangehörige Demenzkranker und klärt darüber auf, was bei Demenz und Alzheimer geschieht, wie man am besten mit der Krankheit umgeht und den Betroffenen hilft.
Heike Dunkhorst
Gestaltung und Beschäftigung
2002 (Vincentz), 247 Seiten, 17,80 Euro
Mit diesem Buch ist ein weiterer Band in der Reihe Lehrbuch Altenpflege erschienen. Es eignet sich als Basisliteratur sowohl für Schülerinnen als auch für Altenpflegerinnen in ihrem täglichen Umgang mit alten Menschen.
Volker Fintelmann
Alterssprechstunde. Ein Ratgeber für die zweite Lebenshälfte. Biografie, Lebensgestaltung, Betreutes Wohnen, Fürsorge, Pflege, Hilfen, Krankheit und letzte Fragen
3 Aufl. 2005 (Urachhaus), 450 Seiten, 25,00 Euro
In einer Zeit zunehmender Lebenserwartung bietet dieses Buch eine umfassende Orientierung für altere Menschen, und deren Angehörige und Pflegende.
S. Schäfer/L. Gatz
Themenorientierte Gruppenarbeit mit Demenzkranken. 24 aktivierende Stundenprogramme
2002 (Beltz), Seiten, 19,90 Euro
H. Zank/S. Gutzmann
Demenzielle Erkrankungen. Medizinische und psychosoziale Interventionen
2005 (Kohlhammer), 228 Seiten, 17,00 Euro
Hier werden medikamentöse und psychosoziale Behandlungsmöglichkeiten, unterschiedliche Möglichkeiten für die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten, das Spektrum von Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige sowie die Chancen und Grenzen professioneller Hilfen eingehend erörtert.
Georges Hausemer
Erwin Böhm. Gesammelte Lebenslügen
2000 (Mabuse), 120 Seiten, 17,80 Euro
Erwin Böhm gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Pflegeforscher im Bereich der Psychogeriatrie und Gerontopsychologie. Nun liegt die Biografie des Schöpfers des Psychobiografischen Pflegemodells vor.
M. Havemann/R. Stöppler
Altern mit geistiger Behinderung. Grundlagen und Perspektiven für Begleitung und Rehabilitation
2004 (Kohlhammer), 229 Seiten, 26,00 Euro
G. Heuft/M. Teising (Hg.)
Alterspsychotherapie - Quo vadis?
Opladen 1999 (Westdeutscher Verlag)
G. Heuft/A. Kruse/H. Radebold
Lehrbuch der Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie
München 2000 (UTB/Reinhardt) 360 Seiten, 34,77 Euro, ISBN: 3-8252-8201-5
Wer ältere Menschen behandeln und therapieren will, braucht profunde Kenntnisse in Geropsychosomatik und Alterspsychotherapie. Dieses Lehrbuch vermittelt das nötige Fachwissen über psychische und psychosomatische Störungen im Alter und ihre Diagnose und Behandlung. Authentische Fallbeispiele illustrieren, wie man Störungsbilder diagnostiziert und geeignete Therapiemethoden auswählt.
James Hillmann
Charakter und Bestimmung. Eine Entdeckungsreise zum individuellen Sinn des Lebens
(Goldmanns Taschenbücher) 415 Seiten, 9,90 Euro, ISBN: 3-442-15162-7
Aus dem Amerikanischen von Diane von Weltzien.
James Hillmann
Vom Sinn des langen Lebens. Wir werden, was wir sind
(Kösel Verlag)
B. Höft
Empfehlungen für Leistungsstandards in der gerontopsychiatrischen Pflege. Psychosoziale Arbeitshilfen 13
4. Aufl. 2003 (Psychiatrie), 81 Seiten, 15,90 Euro
Mit Diskette (3,5 Zoll)
Eva Jaeggi
Viel zu jung, um alt zu sein. Das neue Lebensgefühl ab sechzig
Reinbek 2001
E. Kasten/C. Utecht u.a.
Den Alltag demenzerkrankter Menschen neu gestalten. Neue Wege in der Betreuung und Pflege von Bewohnern mit gerontopsychiatrischen Verhaltensauffälligkeiten
2004 (Schlütersche), 160 Seiten, 26,90 Euro
Es geht hier um die Loslösung von starren Pflege- und Betreuungsformen, um Kenntnisse der Pflegekräfte und um die Frage, was ein lebenswerter Alltag für das Wohnumfeld, die Pflegekräfte und die Dienstzeiten bedeutet.
Johannes Kipp/Meinolf Peters
Zwischen Abschied und Neubeginn. Entwicklungskrisen im Alter
2003 (edition psychosozial) 284 Seiten, 19,90 Euro, ISBN: 3-89806-176-0
Das Alter stellt eine vielschichtige Lebensphase dar, die sich zwischen der Polarität von Verlusten und Abbauprozessen einerseits und neuen Entwicklungsmöglichkeiten andererseits aufspannt. Die von der eigenen Lebensgeschichte geprägten Antworten auf widersprüchliche Anforderungen werden in ihrer Konflikthaftigkeit psychoanalytisch reflektiert, historisch und soziologisch beleuchtet und schließlich als klinische Aufgabe der psychotherapeutischen Praxis beschrieben. Die Beiträge zur psychoanalytischen Entwicklungspsychologie des Alterns in diesem Buch sind als Grundlage für eine entwicklungsfördernde Haltung in psychotherapeutischen Behandlungen und Beratungen mit älteren Menschen gedacht.
Johannes Kipp, Dr. med., ist Arzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie, Psychoanalyse, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Noll-Krankenhaus, Klinikum Kassel. Meinolf Peters, Dr. phil., ist Diplom-Psychologe, Psychoanalytiker, Leiter der Abteilung Gerontopsychosomatik und -psychotherapie Rothaarklinik für Psychosomatische Medizin in Bad Berleburg.
J. Jüngling/G. Kipp
Einführung in die praktische Gerontopsychiatrie. Zum verstehenden Umgang mit alten Menschen
3. Aufl. 2000 (Reinhardt,), 286 Seiten, 21,90 Euro
Thomas Klie/H. Brandenburg (Hrsg.)
Gerontologie und Pflege. Beiträge zur Professionalisierungsdiskussion in der Pflege alter Menschen
2003 (Vincentz), 272 Seiten, 21,80 Euro
Inge Lona Koch/Rainer Koch
Sag nie, ich bin zu alt dafür. Erotik und Sex ab fünfzig. Achtundzwanzig Liebesläufe von Männern und Frauen
Berlin 2003
Ursula Koch-Straube
Fremde Welt Pflegeheim. Eine ethnologische Studie
2002 (Huber), 250 Seiten, 29,95 Euro
Die Autorin deckt anhand von Protokollnotizen die verborgenen Gesetze und Wirklichkeiten in Altenpflegeheimen auf.
B. Seunke/W. Kors
Gerontopsychiatrische Pflege
2. Aufl. 2001 (U&F), 224 Seiten, 29,00 Euro
Die Autoren stellen die wichtigsten Krankheitsbilder und Konzepte zur Betreuung und Behandlung.
A. Kruse/M. Martin (Hrsg.)
Enzyklopädie der Gerontologie
2004 (Huber), 750 Seiten, 109,00 Euro
Die Enzyklopädie behandelt die zentralen Theorien, Methoden und Befunde gerontologischer Forschung, basiert auf einer konsequent multidisziplinären Orientierung und greift Fragen und Probleme aus dem Alltag älterer Menschen auf.
H. P. Kuhlmann/G. Nübel (Hrsg.)
Alte Menschen - moderne Zeiten. Fortschritt braucht Wegweiser
2004 (Mabuse), 151 Seiten, 17,80 Euro
Themen u. a.: Alternative Wohn- und Lebensformen im Alter - Pflege von Demenzerkrankten - Heim-Enquete - Wünsche und Befürchtungen vor dem Altern - Nichtpharmakologische Behandlung von Demenz
Hans Lauber
Fit wie ein Diabetiker. Typ-2-Diabetes besiegen
Mainz 2002
Ursula Lehr
Psychologie des Alterns
9. Auflage (Quelle & Meyer)
Der demographische Wandel, die zunehmende Langlebigkeit, die starke prozentuale Zunahme älterer Menschen in unserer Gesellschaft bringt es mit sich, daß dem Altern und dem Alter immer mehr Beachtung geschenkt wird. Ursula Lehr gibt in ihrem Taschenbuch, das mit über 40 000 verbreiteten Exemplaren als Standardwerk der Gerontologie gilt, einen umfassenden Überblick über die "Psychologie des Alterns".
Die neunte Auflage wurde in Zusammenarbeit mit Hans Thomae grundlegend überarbeitet und enthält nach einem historischen Überblick über die Erforschung der Alternsprozesse folgende Themen: Demographische Veränderungen der Bevölkerungsstruktur - Psychosoziale Theorien des Alterns - Funktionsfähigkeit und Kreativität - Persönlichkeit und Altern - Altern und Gesellschaft - Ausdeinandersetzung mit Sterben und Tod.
Andreas Maercker (Hg.)
Alterpsychotherapie und klinische Gerontopsychologie.
Heidelberg 2002 (Springer), 396 Seiten, 39,95 Euro
Das Buch möchte Psychotherapeuten das für die spezielle Therapie älterer Menschen notwendige Wissen vermitteln. Mit Übersichten, Übungsbeispielen, Materialien.
Ruth Mamerow
Projekte mit alten Menschen
2. Aufl. 2003 (U&F), 180 Seiten, 19,95 Euro
Wie mit wenig Geld, wenig Personal und wenig Erfahrung Projekte für alte Menschen nachgeahmt oder eigene Ideen umgesetzt werden können, läßt sich hier schrittweise nachvollziehen.
Ursula Markus/Paula Lanfranconi
Morgen ist alles anders. Leben mit Alzheimer
2004 (Schwabe), 33,50 Euro
Ulrike Marwedel
Gerontologie und Gerontopsychiatrie lernfeldorientiert
2004 (Europa-Lehrmittel), 340 Seiten, 22,00 Euro
Das Buch vermittelt Fachwissen als Grundlage für professionelles Handeln, Argumentieren und für die Bewertung der Qualität von Arbeitsvorgängen in der Pflege. Für den Unterricht nach Lernfeldern.
Siegfried Meryn/Markus Metka/George Kindel
Der Mann 2000. Die Hormon-Revolution
Wien 1999
M. Müller/N. Seidl
Lebenswelt für demenzkranke Menschen. Modellprojekt heimverbundene Hausgemeinschaft Wetter
2003 (Fachhochschulverlag), 128 Seiten, 9,50 Euro
Cornelia Nack
Zwischen Liebe, Wut und Pflichtgefühl - Frieden schliessen mit den älter werdenden Eltern.
Kösel, 2004
Wolf D. Oswald/Werner M. Hermann/Siegfried Kanowski/Ursula M. Lehr/Hans Thomae (Hrsg.)
Gerontologie
(Kohlhammer)
In diesem interdisziplinär angelegten Nachschlagewerk werden in systematischer Weise alle wesentlichen Erkenntnisse und praxisorientierten Anwendungsmöglichkeiten zur Gerontologie - die Lehre vom höheren Lebensalter - zusammengefaßt. Gefördert werden dadurch nicht nur der fächerübergreifende Austausch zwischen den Wissenschaften, sondern vor allem auch die Optimierung gerontologischer Praxis. Die Beiträge umfassen Themen wie z. B. Alternstheorien, Ernährung, Geriatrika, Langlebigkeit,altersbedingte körperliche und psychische Krankheiten sowie Therapiemöglichkeiten, Vorbereitung auf Alter und Tod usw.
Meinolf Peters/Johannes Kipp (Hg.)
Altern zwischen Defiziterfahrungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Beiträge zur psychoanalytischen Entwicklungspsychologie des Alterns
2002 (Psychosozial-Verlag), 19,90 Euro
Das Alter stellt eine zunehmend vielschichtige Lebensphase dar, die sich zwischen der Polarität von Verlusten und Abbauprozessen einerseits und neuen Entwicklungsmöglichkeiten andererseits aufspannt. Ältere Menschen finden höchst unterschiedliche, von ihrer eigenen Lebensgeschichte geprägte Antworten auf die widersprüchlichen Anforderungen, die sich ihnen im Alter stellen. Die Psychoanalyse vermag einen wichtigen Beitrag zur genaueren Untersuchung dieser inneren wie äußeren Konflikte zu liefern, hat sie doch immer schon die Konflikthaftigkeit des Menschen in das Zentrum ihres Denkens gestellt. Eine psychoanalytische Entwicklungspsychologie des Alterns, die der wachsenden Inanspruchnahme von Psychotherapie durch Ältere eine wichtige Grundlage verschaffen kann, hat dennoch bislang kaum Konturen gewinnen können. Das vorliegende Buch soll einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke leisten. Es enthält neben grundlegenden Beiträgen, in denen auch der historische und soziologische Kontext beleuchtet wird, vor allem Beiträge zu alterstypischen Konflikten und damit verbundenen klinischen Phänomenen. Schließlich werden im letzten Teil therapeutische Fragestellungen unter entwicklungspsychologischen Perspektiven beleuchtet. Die Zielsetzung des Buches besteht darin, entwicklungsfördernde Aspekte psychotherapeutischer Behandlungen und Beratungen älterer Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Es wendet sich nicht nur an in entsprechenden Berufen tätige, sondern darüber hinaus auch an interessierte Laien, die sich mit den Entwicklungsschwierigkeiten und -chancen des eigenen Alterns auseinandersetzen möchten.
Johannes Kipp, Dr. med., ist Arzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie, Psychoanalyse, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Noll-Krankenhaus, Klinikum Kassel. Meinolf Peters, Dr. phil., ist Diplom-Psychologe, Psychoanalytiker, Leiter der Abteilung Gerontopsychosomatik und -psychotherapie Rothaarklinik für Psychosomatische Medizin in Bad Berleburg.
Hilarion G. Petzold
Mit alten Menschen arbeiten. Teil 1: Konzepte und Methoden sozialgerontologischer Praxis
2004 (Pfeiffer), 412 Seiten, 32,00 Euro
Das Feld der Beratung, Betreuung und Therapie alter Menschen wird in dem auf zwei Bände angelegten Grundlagenwerk in umfassender Weise theoretisch, methodisch und praktisch beleuchtet.
Hilarion G. Petzold
Mit alten Menschen arbeiten. Teil 2: Lebenshilfe - Psychotherapie -Kreative Praxis
2005 (Pfeiffer), 390 Seiten, 32,00 Euro
Gerontotherapie ist ein modernes und wichtiges Arbeitsfeld für Psychotherapie und Beratung. Der Band berichtet über erprobte Kreativitäts- und Bewegungstherapien sowie über Erfahrungen mit Lebenshilfe für ältere Menschen.
Annie Pollock
Gärten für Menschen mit Demenz. Reihe: Türen öffnen zum Menschen mit Demenz, Band 2
2003 (KDA), 44 Seiten, 9,80 Euro
Raem/Fenger u. a. (Hrsg.)
Handbuch Geriatrie. Lehrbuch für Praxis und Klinik
2005 (DKVG), 1700 Seiten, 158,00 Euro
Neben wesentlichen Aspekten der Medizin, Pharmazie und Pflege des älteren Menschen vermittelt dieses Handbuch auch rechtswissenschaftliche und gesundheitsökonomische Aspekte.
Ulrike Schäfer/Eckart Rüther (Hrsg.)
Demenz - Gemeinsam den Alltag bewältigen. Ein Ratgeber für Angehörige und Pflegende
2004 (Hogrefe), 128 Seiten, 14,95 Euro
Der Ratgeber informiert über Entstehungsbedingungen und Behandlungsmöglichkeiten von Alzheimererkrankungen. Sowohl medizinische als auch psychologische und sozialrechtliche Informationen finden Berücksichtigung. Großer Wert wurde darauf gelegt, das medizinische Fachwissen für Laien verständlich darzustellen.
Wolfgang Schmidbauer
Altern ohne Angst. Ein psychologischer Ratgeber
Reinbek bei Hamburg 2001 (Rowohlt), 188 Seiten, 8,90 Euro
Lebensmut statt Altersangst. Der Analytiker und Schriftsteller Wolfgang Schmidbauer bietet Orientierungshilfen für die zweite Lebenshälfte an.
Ute Schmidt-Hackenberg
Anschauen und Erzählen. Gedankenspaziergänge mit demenziell Erkrankten. Mit Begleitheft
6. Aufl. 2002 (Vincentz), Seiten, 48,00 Euro
Eine Einladung an demenziell Erkrankte einen Gedankenspaziergang zu machen. Insgesamt 36 Bilder mit der dafür empfohlenen Gesprächsführung - abhängig von der Stufe der demenziellen Erkrankung - laden zum Lächeln und Erzählen ein.
Ruth Schwerdt (Hrsg.)
Probleme der Ernährung demenziell veränderter älterer Menschen. Paradigma und Indikator für die Versorgungssituation von Menschen in Demenzprozessen?
3. Aufl. 2005 (Fachhochschulverlag), 112 Seiten, 12,00 Euro
Dokumentation der gleichnamigen Tagung.
Bernd Seeberger
Zur Wirksamkeit von Qualitätsmanagement in Altenpflegeeinrichtungen
2004 (Mabuse), 342 Seiten, 35,00 Euro
Der Autor ist während einer dreijährigen Evaluationsstudie der Frage nach einer möglichen Wirksamkeit von QM-Ansätzen nachgegangen. Die Effekte von Qualitätsmanagement werden mithilfe von Mitarbeiterbefragungen bei Führungspersonen und Pflegenden in Altenpflegeeinrichtungen erfasst und interpretiert.
Monika Specht-Tomann
Erzähl mir dein Leben. Zuhören und Reden in Beratung und Begleitung
2003 (Walter), 278 Seiten, 19,80 Euro
Wie das Reden über das eigene Leben heilsame und befreiende Wirkung haben kann und wie man diesen Prozess anstößt - die Techniken dazu bietet dieses Buch.
Gabriela Stoppe
Demenz. Diagnose - Beratung -Therapie
2005 (Reinhardt), 230 Seiten, 19,90 Euro
Dieses Buch führt knapp, anschaulich und leicht in das Grundwissen über Demenz ein.
M. Teising (Hg.)
Altern: Äußere Realität, innere Wirklichkeiten
Opladen 1998 (Westdeutscher Verlag)
Peter Wißmann (Hrsg.)
Werkstatt Demenz
2004 (Vincentz), 256 Seiten, 29,00 Euro
Dieses Buch berichtet über Erfahrungen aus Fortbildung und Qualifikation, über Ansätze mit Eurythmie, über integrative Therapie, kreativitätsorientierte Intervention, Humor in der Pflege und andere phantasievolle Versuche zur personenzentrierten Betreuung.
Henning Wormstall, Hans-Jürgen Wilhelm (Hrsg.)
Alterspsychiatrie im Wandel.
Oberhausen 2003 (Athena), 206 Seiten, 27,50 Euro, ISBN: 978-3-89896-172-1
Wie kaum ein anderes Gebiet der Medizin lebt die Gerontopsychiatrie und psychotherapie von einer interdisziplinären und mehrdimensionalen Sicht- und Arbeitsweise, die die Grundlage für ein erfolgreiches Arbeiten mit älteren psychisch kranken Menschen bildet. So finden sich in vorliegendem Band interdisziplinäre medizinische, soziologische, ernährungswissenschaftliche, psychologische, juristische, pädagogische, pflegerische und historische Beiträge sowie zahlreiche Fallbeispiele vereint, die das Themenfeld gleichberechtigt aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten.
© 2003-2008 by Dr. Dietmar Höhne - Mail: info@aging-alive.de
|
Immer stärker dringen das Alter und das Altern als Themen ins Bewußtsein junger Studierender. Hochschulen und Fachhochschulen bieten zunehmend Studiengänge oder Weiterbildungen an. Am Institut für Gerontologie der Hochschule im niedersächsischen Vechta ist das Interesse Studierwilliger inzwischen so groß, daß seit dem laufenden Wintersemester ein Numerus Clausus den Zugang beschränkt, wie Institutsdirektorin Hildegard Theobald berichtet. Das Bundesforschungsministerium unterstützt Schwerpunktthemen wie etwa Gesundheit im Alter, gesundheitliche Vorbeugung und degenerative Demenzen bis 2010 mit mehr als 30 Millionen Euro. Weitere Gelder fließen in Forschungsprojekte zu Hilfen für Behinderte, die sich teilweise ebenfalls auf Altersthemen beziehen. Auch das Familienministerium steckt viel Geld in solche Projekte.
Projekte an der Kieler Uni:
• Tagung "Altern" Dokumentation dazu unter Gender Research Group
• Forschungsgruppe "Gerontologie" am Institut für Sozialwissenschaften
• Prof. Manuela Dittmar erforscht die Biologie des Alterns