Alter und Gesellschaft



Eine kleine Zukunfts-Geschichte des Alterns

In unserer deutschen Reformdebatte herrscht eine seltsame Übereinkunft des Negativen. Wir debattieren das Neue, das auf uns zukommt, das Herausfordernde der Zeit, auf eine seltsame, manchmal fast absurde Weise ERGEBNIS-NEGATIV. Jeden Tag können wir dies im Fernsehen, in Talkshows und Expertenrunden etc. besichtigen: Man kommt zusammen, klagt an, ereifert sich, problematisiert bis auf die letzte Kommastelle ... um sich schließlich der nächsten Aufregung, dem nächsten Alarm, dem nächsten KRISOTAINMENT zuzuwenden. Von Matthias Horx
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Zwiespältige Altersbilder in Altersratgebern

Altersratgeber sind gleichermaßen Erzeuger und Erzeugnisse der gesellschaftlich vorherrschenden Altersdiskurse. Indem sie Altersbilder verbreiten, Probleme aufzeigen und Handlungsanweisungen geben, spiegeln und beeinflussen sie unsere Wahrnehmung des Alter(n)s. Und Altersratgeber haben Konjunktur. Insbesondere seit der Jahrtausendwende erlebt dieses Subgenre der Ratgeberliteratur einen wahren Boom. Seine Bedeutung sollte deshalb nicht unterschätzt werden.
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Generation Grau

Viele Rentner, zu wenige Kinder, noch weniger Enkel, stagnierende Wirtschaft... Aus solcher Zwischenbilanz eine unabwendbar trostlose Zukunft in einem vergreisenden Land abzuleiten, ist falsch. Die »Neuen Alten« haben ein unschätzbares Kapital: Zeit. Und Lust, sie sinnvoll zu nutzen: Um Neues zu lernen. Um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Um sich sozial zu engagieren - zum Wohle der Jungen.
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Graues Gold

Frauen, die sich mit 50 attraktiver fühlen als mit 30, 70jährige, die kein Shampoo gegen "altes Haar" kaufen wollen - der demographische Wandel verändert auch Märkte und Kaufverhalten. Eine Chance für die Wirtschaft, mehr Nachhaltigkeit umzusetzen, und für die Gesellschaft, traditionelle Werte neu zu entdecken.
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Die Revolution der Lebenserwartung

Die Menschen in den Industrieländern erreichen heute ein hohes Alter, sie bleiben länger gesund, körperlich leistungsfähig und selbständig. Die mittlere Lebenserwartung ist im Verlauf des zwanzigsten Jahrhunderts gewaltig gestiegen. In Deutschland hat sie sich seit 1880 verdoppelt, und bei jedem Jahrgang nimmt sie weiterhin um zwei bis drei Monate zu. Änderungen in der Lebensführung und die Fortschritte der Medizin sind die Hauptursachen.
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Wir kommen von weit her - Spiritualität des Alters

Warum brauchen die Menschen, die an den Fronten des Lebens arbeiten, die ernährenden Kräfte der Frömmigkeit? Meine erste Antwort: daß sie die richtige Lesart des Evangeliums lernen. Wie lernen sie, daß die Armen seine ersten Adressaten sind? Es gibt in der Theologie so viel Rhetorik ohne Erkenntnis, und es ist nicht selbstverständlich, die Augen Christi in den Augen des sterbenden Kinde, der verwirrten Frau und des an seiner Krankheit leidenden Mannes zu lesen.  mehr    mehr

Die Welt ist Fleisch geworden

Herve Juvins Essay "L'avènement du corps" zur Körperpolitik der Zukunft verkündet den Anbruch einer Zeit, in der der menschliche Körper begonnen hat, alle anderen Wertmaßstäbe des Westens auszuhöhlen und so die Lebenserfahrung der heute lebenden Menschen von der aller vorangegangenen Generationen und der der restlichen Welt abzutrennen. mehr   mehr

Ausgesorgt. ZEIT-Artikel von Ursula März

Studien haben ergeben, dass Menschen, die sich als Zeugen öffentlicher Gewaltsituationen zum mutigen Eingreifen entschließen, dies nicht nur aus moralischer Charakterstärke heraus tun. Sondern aus einem gesunden Egoismus. Sie ahnen im Moment der Entscheidung zwischen Flucht und Hilfe, dass die Erinnerung an die eigene Feigheit sie noch Jahre später aus dem Schlaf reißen wird. Und dazu haben sie einfach keine Lust. mehr ›

"Wir bleiben länger jünger"

Daß wir in Zukunft immer länger leben können, ist eine der großen Errungenschaften der Zivilisation. Diesen Prozeß als 'Vergreisung' zu denunzieren heißt, ihn nicht verstanden zu haben. Wir bleiben, während wir älter werden, immer länger jünger. Allerdings müssen wir etwas dafür tun! mehr ›

Die Bevölkerung schrumpft? Wunderbar!

Deutschland jammert über den Geburtenrückgang und die Alterung der Bevölkerung. Bestürzt registriert die nationale Erschreckensgemeinschaft alle Szenarien der kollektiven Vergreisung. Dazu gibt es keinen Grund: Die demografische Transformation ist das Ergebnis einer sozialen Erfolgsgeschichte und ermöglicht die Lösung zahlreicher Probleme. Denn Geburtenrückgang verschafft der Gesellschaft mehr Luft und Leistungsraum   mehr ›

Die demografische Kapitulation

Nur mit ihrem eigenen Nachwuchs werden die westlichen Hightechnationen ihren Lebensstandard nicht halten können. Doch im globalen Kampf um talentierte Neubürger gehört Deutschland zu den großen Verlierern  mehr ›

Alterskultur - ein Phänomen unserer Zeit?

Das Wesen der Kultur ist "das Ganze der Bestrebungen, die natürlichen Fähigkeiten zu entwickeln, zu veredeln und zu gestalten, - sowie die Hilfsmittel hierzu und ihr Ertrag".  mehr ›

"Trau keinem unter dreißig"

Dokumentation der taz-Veranstaltung zum Thema "Trau keinem unter dreißig" in der Heirich-Böll-Stiftung in Berlin.  mehr ›

Die Inseln der glücklichen Alten

Nirgendwo erreichen Menschen, vor allem die Frauen, ein so hohes Alter wie auf Okinawa und bleiben dabei auch noch kerngesund. Wie lautet die Zauberformel, der sie ihre Kraft und Lebensfreude verdanken? Die Antwort der Greisinnen: ein Lächeln. Gefolgt von der Einladung, sie einfach eine Zeit lang durch ihren Alltag zu begleiten.  mehr ›

"Demographischer Wandel - Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und die Politik"

Die Enquete-Kommission "Demographischer Wandel" hat sich mit allen wesentlichen Aspekten des demographischen Wandels auseinander gesetzt: Die Menschen leben länger aufgrund des technischen und medizinischen Fortschritts. Die Geburtenzahlen gehen zurück, und das schon seit Jahrzehnten.  mehr ›

Kredite im Alter

Wir müssen draussen bleiben. Wer ins Seniorenalter kommt, sollte alle seine Träume verwirklicht haben. Denn viele Banken drehen dann den Kredithahn zu. Zwei Tage vor dem Notartermin platzte das...  mehr ›

Auf einmal war ich 103 

Von Karin Hertzer. Die Anti-Aging-Forschung hat Hochkonjunktur. Die Menschen wollen auch noch im hohen Alter gesund und fit sein. Doch wie geht es eigentlich den Männern und Frauen, die extrem alt...  mehr ›

Zukunft Alter eine Horrorvision?

Erlauben Sie mir zu Beginn eine persönliche Anmerkung zugleich als Einleitung zu meinem Thema. 1940 als Kriegskind von liebevollen Eltern ins Leben verholfen, der Vater als Offizier an der Front,...  mehr ›



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Aktuelle News




Ändert sich unser Bild vom Alter?


Am 28. Mai 2011 gab es im DLF Freitagvormittags im Rahmen der Sendereihe "Lebenszeit" eine sehr interessante Sendung zum Thema: "Perspektiven- ändert sich unser Bild vom Alter?", an der u.a. auch Joachim Fuchsberger teilnahm. Anlaß für diese Sendung war der Foto- und Filmwettbewerb "Was heißt schon alt" des Bundesfamilienministeriums. Denn Bilder - so heißt es auch im sechsten Altenbericht der Bundesregierung - haben großen Einfluß auf die Verwirklichung von Entwicklungsmöglichkeiten und auch auf den Umgang mit Grenzen. Unser Bild vom Alter ist nicht festgelegt, es ist eine soziale Vereinbarung, die sich abhängig von historischen und kulturellen Rahmenbedingungen verändert.

Was sagen nun die Bilder, die wir uns heute vom Alter und vom Altern machen über uns und unsere Gesellschaft aus? Stimmen sie mit der Wirklichkeit überein? Wie hat sich das Bild vom Alter verändert? Wie sehen sich Menschen, die heute alt sind und wie werden sie im Unterschied dazu von ihrer Umgebung gesehen? Welches Bild von sich entwickeln Jüngere, wenn sie an sich selbst als alte Menschen denken und was tun sie, um dieses Bild von sich zu realisieren?

Download der Sendung: Lebenszeit: Neue Bilder vom Alter- neue Perspektiven?


Zu den Ergebnissen des Wettbewerbs: "Was heißt schon alt?"


Zum PDF-Download des 6. Altenberichts der Bundesregierung


Zum in der Sendung angesprochenen Altensportler-Dokumentarfilm: "Herbstlaub" - Wettlauf gegen das Alter


Zu Joachim Fuchsbergers Buchveröffentlichung: "Alt werden ist nichts für Feiglinge"


Zum von Joachim Fuchsberger angesprochenen Fernsehfilm: "Die Spätzünder"



Generation Grau


Viele Rentner, zu wenige Kinder, noch weniger Enkel, stagnierende Wirtschaft... Aus solcher Zwischenbilanz eine unabwendbar trostlose Zukunft in einem vergreisenden Land abzuleiten, ist falsch. Die "Neuen Alten" haben ein unschätzbares Kapital: Zeit. Und Lust, sie sinnvoll zu nutzen: Um Neues zu lernen. Um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Um sich sozial zu engagieren - zum Wohle der Jungen. Generation Grau

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