Mit dem Alter ist es wie mit dem Wasser:

 

Es schlängelt sich zwischen den Hindernissen hindurch,
auf die es trifft.
Es paßt sich den Gegebenheiten an.
Es nimmt, ohne zu murren hin,
da? die Steine des Weges
es durch die Berge führen.

 

Darin liegt die Kraft des Wassers.

 

Kein Hammer kann es zertrümmern
und kein Messer es schneiden.
Selbst das mächtigste Schwert der Welt
vermag nicht einmal,
seine Oberfläche zu ritzen.

 

Es ist was es ist: Das Alter.




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Glückliche Alte


Insgesamt hatten rund 4.000 Menschen auf Fragen von ZEIT ONLINE geantwortet – Einige der Leser schilderten zwar auch ihre Einsamkeit und ihre Ängste. Manche fühlen sich von anderen nicht mehr gesehen, weil ihnen, wie sie glauben, die Attraktivität abhandengekommen ist; andere berichten von Bedenken, dass ihr Wissen verloren geht, wenn Jüngere sie am Arbeitsplatz ersetzen. Doch Wer dem Alter positiv entgegensieht, lebt in der Regel länger als jene Menschen, deren Zukunft ihnen in trübem Licht erscheint. Das ist eines der Ergebnisse einer Befragung von 150.000 Menschen in 101 Ländern der international tätigen Rechercheorganisation Orb Media, mit der die ZEIT kooperiert. Dieser Studie zufolge ist aber nicht nur der individuelle Blick auf das Alter wichtig, sondern auch die generelle Vorstellung einer Gesellschaft: In Ländern, in denen Ältere allgemein wenig respektiert werden, sind diese oft nicht nur geistig und körperlich gebrechlicher, sondern im Schnitt auch ärmer als die jüngeren Bewohner des jeweiligen Landes.

Nach der "Die Zeit"-Ausgabe Nr. 25/2018 vom 14. Juni 2018 zeigt der internationale Vergleich: Je mehr eine Gesellschaft das Alter respektiert, umso besser geht es den Senioren. Was und wie Menschen über das Alter denken, ist ein wichtiger Indikator dafür, wie es ihnen selbst im Alter tatsächlich ergehen wird.

Zum Artikel von Anne Kunze: "Glückliche Alte"

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